Eine neue App sorgt für Aufregung und Aufsehen

Kennen Sie die App „Achtung Pleite“? Diese App kostet nicht ganz drei Euro, ist für iOs und Android erhältlich und zeigt Ihnen, welche Personen und Firmen in Ihrem Umkreis Liquide sind und welche nicht. Einzig die Postleitzahl verrät Ihnen alles. Die Infos stammen von Registern aus Insolvenzgerichten.

Thomas Wos fragt sich, ob diese App nicht auch zu Missbrauch führen kann bzw. ungünstig für sehr viele auch im Privatleben werden könnte. Denn kaufen kann die App jeder und nicht nur die künftigen Vermieter oder Autohändler, wo sie ein Wagen leasen oder mieten möchten. Das bedeutet, dass theoretisch Ihr Nachbar, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, Freunde und Familie plötzlich über Ihren finanziellen Engpass erfahren können, ohne dass Sie es erzählen oder überhaupt wollen, dass andere davon erfahren. Was auf der einen Seite für Sie als Händler einen Schutz vor Nicht-Zahler bedeutet, kann auch auf der anderen Seite eine Bloßstellung Ihre Privatsphäre werden.

Die App erfreut sich wachsender Beliebtheit, der Gedanke liegt nahe, dass diese nicht nur geschäftlich genutzt wird. Was als ein Freizeitprojekt begann, könnte flächendeckend zu größten Ärgernissen führen. Jedenfalls ist die App seit 15. Juni auf dem Markt und somit sind wir praktisch Nackt vor alle anderen, die sich dieses Tool bedienen.