Zukunft

Thomas Wos hat uns inzwischen so viele Szenarien vorgeführt, wie die Zukunft aussehen wird, das die Älteren unter uns schon kalte Füße bekommen. Bezahlen werden wir nur noch mit dem Handy oder einem Armband, kontaktlos, die Bestellten Bücher sind nur noch E-Books, Kleidung, Essen und Medikamente werden mit kleinen niedlichen Drohnen geliefert, der beste Freund wird ein Roboter sein und wir werden nie erfahren, ob die Menschen mit denen wir zu tun haben (online) wirklich existieren, denn wir verlasen das Haus nicht mehr, nie mehr.

 

Als ob das nicht genug ist, wird mir das lebenswichtige Insulin nicht geliefert, weil mein Handy und mein Armband während einer Online-Party in die volle Badewanne gefallen ist und die Arbeit eingestellt hat. Der versuch der Drohne, die Medikamentenzustellung mittels einem Tablett zu bezahlen (sollte es das noch geben) scheitert. Die Drohne und das Tablett sind nicht kompatible. Bei der Onlinebank starte ich einen verzweifelten Versuch, eine aus meiner Jugend mir bekannte Transaktion zu tätigen. In das Konto geschaut und man stellt fest, dass eine Summe, die höher liegt als das vorher dagewesenen Guthaben an irgendjemanden in Thailand überwiesen wurde. Das macht aber nichts, weil ohne das Insulin bin ich nicht mehr lange da. Keine Sorge, so schlimm wird es schon nicht kommen – ich habe den Fingerabdruckscanner vergessen, ohne diesen kommt man nicht mehr an sein Bankkonto und das Geld verschwindet nicht nach Thailand.